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Der Erdüberlastungstag 2026 fällt auf den 30. Juli

Earth Overshoot Day from 1970 to 2026

Earth Overshoot Day from 1970 to 2026

Das Bild zeigt, in welchem Ausmass die Strategiedokumente der Länder den Overshoot anerkennen (x-Achse) und darauf reagieren (y-Achse). Der grüne Smiley in der oberen rechten Ecke markiert, wo Strategien gemäss unserem Bewertungsraster stehen müssten, um

Das Bild zeigt, in welchem Ausmass die Strategiedokumente der Länder den Overshoot anerkennen (x-Achse) und darauf reagieren (y-Achse). Der grüne Smiley in der oberen rechten Ecke markiert, wo Strategien gemäss unserem Bewertungsraster stehen müssten, um

Der grösste je gemessene Overshoot, und dennoch bleiben die meisten Länder unvorbereitet.

Ressourcensicherheit prägt die Transitionspfade. Wer fliegt im Blindflug, und wer korrigiert den Kurs?”
— Dennis West, Gründungspräsident von Greenings
GENEVA, SWITZERLAND, July 28, 2026 /EINPresswire.com/ -- Der diesjährige Erdüberlastungstag (oder Earth Overshoot Day) fällt auf den 30. Juli, jenes Datum, an dem die Nachfrage der Menschheit nach Natur übersteigt, was die Ökosysteme der Erde in diesem Jahr regenerieren können. Dies teilt Global Footprint Network mit. Die Menschheit nutzt die Natur derzeit um 73 Prozent schneller, als die Ökosysteme regenerieren können, was dem Leben auf 1,73 Erden entspricht.

Das spätere Datum in diesem Jahr ist die Folge revidierter Daten und nicht eines nachlassenden Ressourcenverbrauchs. Eine Aufwärtsrevision der Fähigkeit der Ozeane, Kohlenstoff aufzunehmen, verschob das Datum zusammen mit kleineren Anpassungen um acht Tage nach hinten. Das reale Wachstum des Overshoots im vergangenen Jahr verschob es um zwei Tage nach vorne. Netto ergibt das sechs Tage später als 2025. Auf einer einheitlichen Datengrundlage ist der Overshoot dieses Jahres der grösste je gemessene.

Zum Overshoot tragen verschiedene Faktoren bei, etwa Autos, Kraftwerke und Fabriken, die mehr CO₂ ausstossen, als die Biosphäre aufnehmen kann, ein Süsswasserverbrauch, der über die Neubildung hinausgeht, ein Holzeinschlag, der das Nachwachsen übersteigt, und Fangmengen, die grösser sind als das, was die Bestände nachbilden können. Übernutzung zehrt das Naturkapital auf und gefährdet die langfristige wirtschaftliche Sicherheit weltweit.

OVERSHOOT IM ZEITVERLAUF
Obwohl der Overshoot dieses Jahres der grösste aller Zeiten ist, bewegt sich das Datum seit über 15 Jahren innerhalb eines engen Fensters. Der orange Abschnitt der Grafik zeigt jenen Teil des Jahres, in dem die Menschheit lebt, indem sie unseren Planeten weiter aufzehrt. Die Schäden des Overshoots sind kumulativ, was bedeutet, dass der Druck auf den Planeten auch dann zunimmt, wenn das Datum stabil bleibt. Der Overshoot jedes Jahres vergrössert die bereits bestehende ökologische Schuld. (Nachweis der Abbildung: Global Footprint Network, www.overshootday.org)

DER BLINDE FLECK DER REGIERUNGEN BEIM OVERSHOOT
Trotz dieses Overshoots behandeln kaum nationale Regierungen die Ressourcensicherheit als zentralen Bestandteil ihrer Wirtschaftsplanung, obwohl der ökologische Overshoot Stagflation, Ernährungs- und Energieunsicherheit, Gesundheitskrisen und Konflikte befeuert. Dies zeigt der Sonderbericht «Prepared for the Predictable? Overshoot and the Failure of Countries to Ready Themselves» (Vorbereitet auf das Vorhersehbare? Overshoot und das Versäumnis der Länder, sich darauf einzustellen), den Global Footprint Network und Greenings zum Erdüberlastungstag erarbeitet haben.

Diese Analyse wendete ein Bewertungsraster über vier führende grosse Sprachmodelle hinweg an; die Ergebnisse wurden anhand veröffentlichter politischer Dokumente überprüft. Mit dieser Untersuchung ermittelten Global Footprint Network und Greenings, welche Länder den Overshoot als wirtschaftliche Bedrohung anerkennen und wie weit ihre Politik tatsächlich geht, um sich darauf vorzubereiten. Sie stellten fest, dass die meisten Länder Nachhaltigkeit als Nebenthema behandeln statt als strukturelles Risiko für Wachstum, Fiskalstabilität und langfristige Wettbewerbsfähigkeit, und dass kein Land die Wirtschaftsplanung vollständig mit den physischen Ressourcengrenzen verknüpft.

WICHTIGSTE ERGEBNISSE:
• Keine der analysierten nationalen Strategien geht in bedeutsamer Weise auf die Risiken des Overshoots ein.
• Chinas aktueller Fünfjahresplan erzielte die höchste Bewertung, bleibt aber hinter einer angemessenen Antwort zurück.
• Die nationalen Strategiedokumente Argentiniens erzielten die tiefste Bewertung aller geprüften Dokumente.
• Die Europäische Union schnitt schlechter ab, als ihre Bilanz in der Nachhaltigkeitsberichterstattung vermuten liesse, was auf eine Lücke zwischen öffentlichen Zusagen und Wirtschaftsplanung hindeutet.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Nachhaltigkeit selbst dort, wo sie im öffentlichen Diskurs anerkannt wird, nicht konsequent in jenen strukturellen Entscheidungen abgebildet ist, die nationale Volkswirtschaften prägen.

Die oben eingefügte Abbildung aus dem Bericht zeigt, in welchem Ausmass die Strategiedokumente der Länder den Overshoot anerkennen (x-Achse) und darauf reagieren (y-Achse). Der grüne Smiley in der oberen rechten Ecke markiert, wo Strategien gemäss unserem Bewertungsraster stehen müssten, um den Overshoot in bedeutsamer Weise anzuerkennen und darauf zu reagieren. Die grauen Ellipsenwolken stellen die Bandbreite der Bewertungen dar, die für jedes analysierte Strategiedokument erzeugt wurden.

«Overshoot ist keine ferne Umweltsorge. Er hat bereits wirtschaftliche Folgen», sagt Dr. David Lin, einer der Hauptautoren der Studie und Chief Scientist bei Global Footprint Network. «Länder, die für eine Zukunft mit knappen Ressourcen planen, werden am besten aufgestellt sein, um sie zu bestehen. Im Moment tut das fast keines.»

Seit Anfang der 1970er-Jahre übersteigt die Nachfrage der Menschheit durchgehend die Biokapazität, also die Fähigkeit des Planeten, jene Ressourcen und kritischen ökologischen Leistungen zu regenerieren, die unsere Volkswirtschaften tragen. Die Autorenschaft des Berichts empfiehlt jedem Land, eine Task Force oder eine parlamentarische Kommission einzusetzen, um die eigenen Ressourcenabhängigkeiten, die finanzielle Exponiertheit und die Optionen für den Aufbau von Resilienz zu kartieren, bevor der nächste Ressourcenschock eintritt.

«Ressourcensicherheit hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesundheit, die wirtschaftliche Resilienz und die Sicherheit eines Landes. Am meisten überrascht hat mich, dass Regierungen sich noch immer weitgehend darauf konzentrieren, Symptome zu behandeln, statt die zugrunde liegende Erkrankung des ökologischen Overshoots zu diagnostizieren und darauf zu reagieren», kommentierte Dr. Kristin Kostka, Vorstandsmitglied von Greenings.
«Ressourcensicherheit prägt die Transitionspfade. Wer fliegt im Blindflug, und wer korrigiert den Kurs?», ergänzte Dennis West, Gründungspräsident von Greenings.

Der vollständige Bericht mit detaillierten Länderergebnissen und der Methodik ist verfügbar unter https://footprintnetwork.org/prepared-for-the-predictable

MÖGLICHKEITEN, AUF DEN OVERSHOOT ZU REAGIEREN
Es gibt viele Wege, auf den Overshoot zu reagieren. Gelingt dies, endet der Overshoot durch Gestaltung statt durch Katastrophe. Power of Possibility zeigt über 100 Optionen auf, die bereits verfügbar und finanziell vorteilhaft sind, in fünf Schlüsselbereichen: Städte, Energie, Ernährung, Bevölkerung und Planet. So würde etwa eine Reduktion der CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe um 50 Prozent das Datum um drei Monate verschieben (#MoveTheDate). Es gibt auch Unternehmen, die das Datum verschieben (#MoveTheDate), während sie wachsen. Solche Unternehmen sind am besten aufgestellt, um in einer Zukunft mit Klimawandel und Ressourcenknappheit an Wert zu gewinnen. Regionen, Städte, Unternehmen und Länder, die sich auf diese vorhersehbare Realität nicht vorbereitet haben, tragen deutlich höhere Risiken.

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ÜBER GLOBAL FOOTPRINT NETWORK
Global Footprint Network ist eine internationale Forschungsorganisation, die die Konzepte des ökologischen Fussabdrucks und der Biokapazität entwickelt und anwendet und damit Regierungen, Unternehmen und Einzelpersonen dabei unterstützt, wirksam auf die weltweite Ressourcenverknappung zu reagieren, die vom ökologischen Overshoot angetrieben wird. Sie koordiniert zudem den Erdüberlastungstag, der jedes Jahr jenes Datum markiert, an dem die Nachfrage der Menschheit nach Natur übersteigt, was die Erde regenerieren kann. www.footprintnetwork.org

ÜBER DEN ÖKOLOGISCHEN FUSSABDRUCK
Der Ökologische Fussabdruck ist die umfassendste verfügbare Kennzahl zur Bilanzierung biologischer Ressourcen. Gestützt auf 15’000 Datenpunkte pro Land und Jahr summiert er sämtliche konkurrierenden Ansprüche der Menschen an biologisch produktive Flächen: Nahrung, Holz, Fasern, Kohlenstoffbindung und Flächen für Infrastruktur. Derzeit macht der CO₂-Fussabdruck, also die Kohlenstoffemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe, 60 Prozent des Ökologischen Fussabdrucks der Menschheit aus. Die Nationalen Fussabdruck- und Biokapazitätskonten werden inzwischen von der York University in Toronto erstellt und von FoDaFo verantwortet.

MEDIENKONTAKTE
media@footprintnetwork.org
Visuelles Material zum Herunterladen unter https://overshoot.footprintnetwork.org/newsroom/visuals/
Mit Vorlaufzeit sind Medieninterviews auf Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch möglich.

WEITERFÜHRENDE RESSOURCEN
• «Prepared for the Predictable?», einschliesslich ergänzender Daten und Werkzeuge und einer deutschen Zusammenfassung.
• Wie der Earth Overshoot Day 2026 berechnet wurde https://overshoot.footprintnetwork.org/2026-calculation/
• Vergangene Earth Overshoot Days https://overshoot.footprintnetwork.org/newsroom/past-earth-overshoot-days/
• Ecological Footprint Daten für fast 200 Lämder https://data.footprintnetwork.org
• Infografikem für Publikationen https://overshoot.footprintnetwork.org/newsroom/visuals/


[ENGLISH VERSION:]
EARTH OVERSHOOT DAY 2026 FALLS ON JULY 30
THE HIGHEST OVERSHOOT EVER RECORDED, YET MOST COUNTRIES REMAIN UNPREPARED

This year’s Earth Overshoot Day falls on July 30, the date when humanity’s demand on nature exceeds what Earth’s ecosystems can regenerate in that year, according to Global Footprint Network. Humanity is currently using nature 73% faster than ecosystems can regenerate, the equivalent of living off 1.73 Earths.

This year’s later date is the result of revised data rather than any easing of resource use. An upward revision of the ocean’s capacity to absorb carbon, along with smaller adjustments, moved the date eight days later. Real growth in overshoot over the past year moved it two days earlier. The net result is six days later than in 2025. On a consistent data set, this year’s overshoot is the largest ever recorded.

A variety of factors contribute to overshoot, such as cars, power plants and factories emitting more CO₂ than the biosphere can absorb, more freshwater being consumed than is replenished, more trees being harvested than can regrow, and more fish being caught than stocks can replenish. Overuse depletes natural capital and threatens long-term economic security worldwide.

OVERSHOOT OVER TIME
Although this year’s overshoot is the largest ever, the date has remained within a narrow window for over 15 years. The orange section of the graph shows the portion of the year humanity lives by further depleting our planet. Damage from overshoot is cumulative, which means that even as the date holds steady, the pressure on the planet intensifies. Every year’s overshoot adds to the already existing ecological debt. (figure credit: Global Footprint Network www.overshootday.org)

THE OVERSHOOT BLIND SPOT OF GOVERNMENTS
Despite this overshoot, hardly any national governments treat resource security as a central part of their economic planning, even as ecological overshoot fuels stagflation, food and energy insecurity, health crises, and conflict, according to the special report “Prepared for the Predictable? Overshoot and the Failure of Countries to Ready Themselves” which Global Footprint Network and Greenings produced for Earth Overshoot Day.

This analysis applied an evaluation framework across four leading large language models, with outputs verified against published policy documents. With this research, Global Footprint Network and Greenings identified which countries recognize overshoot as an economic threat and how far their policies actually go to prepare for it. They found that most countries treat sustainability as a side issue rather than a structural risk to growth, fiscal stability, and long-term competitiveness, and no country fully connects economic planning to physical resource limits.

KEY FINDINGS
The findings suggest that even when sustainability is acknowledged in public discourse, it is not consistently reflected in the structural decisions that shape national economies.

More specifically:
• None of the national strategies analyzed meaningfully address overshoot risks.
• China’s current five-year plan scored highest, though it still falls short of a commensurate response.
• Argentina's national strategy documents ranked lowest across all documents reviewed.
• The European Union scored lower than its sustainability reporting record might suggest, indicating a gap between public commitments and economic planning.

The findings suggest that even when sustainability is acknowledged in public discourse, it is not consistently reflected in the structural decisions that shape national economies.

“Resource security has profound implications for a nation’s health, economic resilience and security. What surprised me most is that governments are still largely focused on treating symptoms instead of diagnosing and responding to the underlying condition of ecological overshoot,” commented Dr. Kristin Kostka, board member of Greenings.

The report’s figure with the country flags included here shows the extent to which countries’ strategy documents recognize (x-axis) and respond to (y-axis) overshoot. The green smiley face in the upper right corner indicates where strategies need to be, according to our rubric, to meaningfully recognize and respond to overshoot. The grey ellipsoid clouds represent the range of scores produced for each analyzed strategy document.

“Overshoot is not a distant environmental concern. It is already producing economic impacts,” says Dr. David Lin, one of the lead authors of the study and Chief Scientist at Global Footprint Network. “Countries that plan for a resource-constrained future will be the ones best positioned to withstand it. Right now, almost none are.”

“Resource security shapes transition pathways. Who’s flying blind, and who’s correcting course?” added Dennis West, founding chair of Greenings.

Since the early 1970s, humanity’s demand has consistently outstripped biocapacity, the planet's ability to regenerate the resources and critical ecological services that sustain our economies. The report’s authors recommend every country establish a task force or a parliamentary commission to map their resource dependencies, financial exposure, and options for building resilience before the next resource shock hits.

The full report, including detailed country findings and methodology, is available at https://footprintnetwork.org/prepared-for-the-predictable

OPPORTUNITIES TO RESPOND TO OVERSHOOT
There are many ways to respond to overshoot. If effective, overshoot will end by design, rather than by disaster. The Power of Possibility highlights 100+ options that are already available and financially advantageous in five key areas: Cities, Energy, Food, Population, and Planet. For example, a 50% reduction in CO₂ emissions from fossil fuel burning would #MoveTheDate by three months. There are also businesses that #MoveTheDate as they expand. Such businesses are best positioned to gain value in a future of climate change and resource constraints. Regions, cities, companies, and countries that have not prepared for this predictable reality face significantly higher risks.

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ABOUT GLOBAL FOOTPRINT NETWORK
Global Footprint Network is an international research organization that develops and applies the concepts of ecological footprint and biocapacity, helping governments, businesses, and individuals meaningfully respond to global resource depletion driven by ecological overshoot. It also coordinates Earth Overshoot Day, marking the date each year when humanity's demand on nature exceeds what Earth can regenerate. www.footprintnetwork.org

ABOUT THE ECOLOGICAL FOOTPRINT
The Ecological Footprint is the most comprehensive biological resource accounting metric available. Based on 15,000 data points per country per year, it adds up all of people’s competing demands for biologically productive areas – food, timber, fibers, carbon sequestration, and accommodation of infrastructure. Currently, the carbon footprint, i.e., the carbon emissions from burning fossil fuel, makes up 60 percent of humanity’s Ecological Footprint. The National Footprint and Biocapacity Accounts are now produced by York University in Toronto and governed by FoDaFo.

MATHIS WACKERNAGEL
Global Footprint Network
+1 510-459-5820
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